top of page
2017 Seerosenteich II.jpeg

TRÄUMEREIEN IN ACRYL

Acrylfarben werden im Gegensatz zu Ölfarben nicht mit Öl, sondern mit Wasser verdünnt. Dies hat den großen Vorteil, dass Acrylfarben üblicherweise innerhalb von Minuten bzw. Stunden  trocken sind und ermöglicht dem Künstler in einer relativ kurzen Zeit verschiedene Schichten übereinander aufzutragen. Mit getrocknetem Untergrund bzw. Strukturpaste bleibt der Untergrund erhalten und kann doch immer wieder farblich verändert werden.

Acrylfarben haben oft eine Leuchtkraft, die häufig künstlich wirkt. Beim Mischen mit anderen Acrylfarben wirkt die erzeugte Mischfarbe schnell stumpf und graubraun. Für mich ist es daher die größte Herausforderung, eine Acrylfarbe zu erzeugen, die ihre Strahlkraft behält, gleichzeitig aber noch natürlich wirkt. 

Meine Lieblingstechniken sind die Spachtel-, die Rakel- und die Schütttechnik oder eine Kombination aus allen. Bei der Spachtel- und Rakeltechnik werden dickflüssige, pastose Farben, Strukturpasten oder andere strukturerzeugende Materialien auf den Maluntergrund aufgetragen. Statt mit dem Pinsel werden Malmesser, Spachtel oder ein großflächiger Rakel verwendet. Materialien und Farben werden dabei besonders dick und pastos aufgetragen. 

 

Bei der Schütttechnik hingegen wird die Farbe so lange mit Wasser gemischt, bis sie translucent erscheint. Beim Schütten über einen reliefartigen Untergrund bleibt mehr Farbe in den tieferen Strukturen hängen, so dass ein lebendiger 3D-Effekt erzeugt werden kann. Das Bild insgesamt wirkt leicht, translucent und verschwommen. Besonders spannend ist für mich die Kombination von Acrylfarbe mit Strukturpaste, Lehm oder Sand auf grober Leinwand. Durch das schnelle Trocknen werden Körner fixiert und es entsteht ein erdiger, natürlicher Untergrund.

Impressum                                             

© 2026 Ulrike Hartwein
bottom of page